Dominikanische Republik - Allgemeine Daten
Die Dominikanische Republik wird im Norden von den blauen Wogen des Atlantiks und im Süden von der Karibischen See umspült. Zusammen mit Haiti teilt sich der Staat die Insel Hispaniola südöstlich von Kuba und westlich von Puerto Rico. Paradiesische Strände und fantastische Wassersportmöglichkeiten locken seit Jahren Urlauber mit Pauschalreisen und Last Minute-Angeboten auf das Eiland. Als Wiege Amerikas könnte man die Dominikanische Republik bezeichnen. Schließlich entdeckte Christoph Kolumbus die Insel bereits auf seiner ersten Reise 1492. Von da an fungierte Hispaniola als Sprungbrett für die spanischen Eroberungen der Karibik und des amerikanischen Festlandes. Seit 1697 dominierten Franzosen den westlichen Teil, der 1804 Haiti wurde. Die östlichen Zweidrittel der Insel, rund 48.700 qkm, hießen zunächst Santo Domingo und erreichten 1821 eine erste Unabhängigkeit. Doch die Haitianer eroberten den jungen Staat und beherrschten ihn für 22 Jahre. 1844 erlangte das Land die Unabhängigkeit als heutige República Dominicana. Von 1861 bis 1865 kehrten die Dominikaner freiwillig zum Spanischen Reich zurück, bevor es endgültig selbstständig wurde. Eine Reihe von Militärdiktaturen, angeführt vor allem durch Rafael Leonidas Trujillo folgte, bis 1996 endlich demokratische Verhältnisse auf dem Karibikstaat einzogen. Als Unabhängigkeitstag wird der 27. Februar 1844 und somit die Befreiung von Haiti gesehen. Der kolonialen Vergangenheit entsprechend ist Spanisch die Landessprache. In den Hotels und touristischen Zentren wird mitunter auch Englisch und seltener Deutsch gesprochen. Die Bevölkerung umfasst rund 9,35 Mio. Menschen. Dabei handelt es sich zu 73 Prozent um Mulatten, 16 Prozent Weiße und 11 Prozent Schwarze. In der Hauptstadt Santo Domingo an der Südküste brodelt der Rhythmus des Landes noch ein wenig heftiger. Er setzt sich zusammen aus dem Geklapper von Dominosteinen auf Tischen, Auspuffgeknatter und Hupen. An jeder Ecke übertönen Radios mit Merengue-Beats die Geräuschkulisse. Über 2,9 Mio. Menschen leben in La Capital, wie Santo Domingo im Volksmund genannt wird. Es ist eine Collage der Kulturen und Nachbarschaften wie man sie sonst in New York oder Havanna erwartet. Das Zentrum der Metropole stellt die Zona Colonial um den Parque Colón dar. Hier finden sich mannigfaltige Relikte der kolonialen Vergangenheit und die ersten zivilisatorischen Errungenschaften in der Neuen Welt, wie die älteste Kirche, die älteste Straße, die älteste Europäische Festung und dergleichen mehr. Seit 1990 zählt die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe, das durch prächtige Museen, nette Cafés, renommierte Restaurants und interessante Geschäfte bereichert wird. Neben der Funktion als lebendes Museum verschmilzt Santo Domingo die Rollen als Seebad-Resort und geschäftliches, politisches sowie mediales Zentrum. Die Hauptstadt gilt als größte Sehenswürdigkeit der Dominikanischen Republik. An der Nordküste dagegen wird Cabarete mit seinen sagenhaften Möglichkeiten des Wassersports und einem aufregendem Nachtleben am Strand zum Glanzlicht erhoben. Auf der einzigen Hauptstraße preisen bei entsprechendem Wetter viele Sprachen das Drachensurferparadies. Traumhafte Küstenhügel locken hier Mountainbiker; die beeindruckenden 27 Wasserfälle von Damajagua sind schier unbeschreiblich schön, und über Kilometer säumt der feine Sand der Karibik das bezaubernde Ufer. Zentral im Landesinneren rühmt sich Jarabacoa, auf 500 m Höhe in den Gebirgsausläufern des Central gelegen, die Stadt des ewigen Frühlings zu sein. Tatsächlich fallen hier nachts die Temperaturen auf ein angenehmes Niveau. Die heimliche Metropole des Binnenlandes ist Ausgangpunkt abenteuerlicher Wildwassertouren, Reitausflüge, Canyonings und Bergwandertouren zum Pico Duarte. Auch hier überzeugt ein aktives Nachtleben. Auf der gleichnamigen Halbinsel im Osten unterscheidet Samaná auf den ersten Blick nichts von anderen pittoresken Ortschaften in der Umgebung. Doch von Mitte Januar bis Mitte März bietet das Städtchen unglaubliche Wal-Beobachtungstouren an und beherbergt dann Zehntausende Touristen. Spannend und abwechslungsreich kann sich also ein Aufenthalt auf der Dominikanischen Republik gestalten. Deutsche Staatsangehörige benötigen dabei bei einem Besuch von bis zu 90 Tagen kein Visum. Allerdings muss bei der Einreise für rund 10 US-Dollar eine Touristenkarte erworben werden. Eine Flughafensteuer von etwa 20 US-Dollar wird bei der Ausreise fällig, die einige Fluggesellschaften mitunter schon in ihrem Flugpreis erfasst haben. Der Reisepass sollte bei der Einreise noch 3 Monate gültig sein, ebenso der Kinderausweis, der ab dem 3. Lebensjahr ein Lichtbild beinhalten muss. Da sich die Bestimmungen kurzfristig ändern können, rät das Auswärtige Amt, die Botschaft der Dominikanischen Republik zu kontaktieren. Besondere Vorsicht ist bei der Entgegennahme von Päckchen Fremder geboten oder beim unbeaufsichtigten Parken von PKW. Es besteht die Gefahr, unbeabsichtigt zum Transport von Drogen missbraucht zu werden. Der Drogenkonsum und -Handel sind auch bei geringsten Mengen strafbar.
Landschaft/Klima
Die Dominikanische Republik ist für ihre kilometerlangen feinsandigen Strände berühmt, die weiß auf die blauleuchtenden Wogen des Meeres im strahlenden Sonnenschein treffen. Doch auch das kühlere Zentralgebirge sollten Bucher von Pauschalreisen und Last Minute-Angeboten sich nicht entgehen lassen. Hier prägt zudem die zweitgrößte Stadt der Insel, Santiago, mit ihren Tabakplantagen und Zuckerrohrfeldern die Landschaft. Im Osten ragt mit einer Länge von etwa 40 km und einer Breite von ca. 15 km die pittoreske Halbinsel Samaná in den Atlantischen Ozean. Ihre traumhaften Strände und gediegenen Hotels locken vor allem Europäer in diesen Teil des Eilands. Der Fischerort Las Galeras bietet eine wundervolle Aussicht auf das Meer und könnte das Ende der Welt darstellen. Der Südwesten der Dominikanischen Republik bildet den touristischen Wirtschaftsmotor und steht für Sonne, Sand und Meer. Der Strand reicht von Punta Cana bis Bávaro. Neben kleinen Fischerdörfern bestimmen weite Zuckerrohrfelder das Erscheinungsbild der Gegend. Westlich von Sabana de La Mar weist der Parque Nacional Los Haitises neben einem beeindruckenden Karstgebirge mit Kegelbergen bizarre Mangrovenhaine und eigenwillige Höhlen auf. Einzigartig jedoch liegt die Cueva de Las Maravillas, die Wunderhöhle, zwischen Santo Domingo und La Romana eingebettet in einen botanischen Garten. Eine automatische Lichtanlage hebt die über 1000 Jahre alten Felszeichnungen der ausgestorbenen Taínourbevölkerung hervor. Weiter im Osten umfasst das Gebiet des Parque Nacional del Este und die Isla Saona auf etwa 430 qkm eine opulente Flora und Fauna. Prächtige Orchideen, imposante Mahagonibäume, farbenfrohe Papageien und seltene Wasservögel zeichnen sie aus. Zudem säumt der schönste Palmenstrand des Karibikstaates die Isla Saona. Im Westen der Dominikanischen Republik entstand durch Schwemmsand der etwa 300 qkm große Lago Enriquillo. In seiner Mitte befindet sich die Isla Cabritos, die Heimat leuchtender Flamingos, weißer Pelikane und grotesker Nashornleguane. Das tropische Klima gebiert eine farbenprächtige Pflanzen- und exotische Tierwelt. Mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur um die 30 Grad Celsius wird es nie richtig kühl in der Dominikanischen Republik. Das Sommerhalbjahr gilt als Regenzeit, doch die Schauer sind meist kurz. Im Norden, der einen größeren Niederschlag verzeichnet, kann der Himmel schon einige Tage in Folge bewölkt sein. Urlauber freuen sich über eine Wassertemperatur von ca. 27 Grad an der Karibischen See. Im Atlantik ist es etwas kühler.
Historische Bauwerke
Rosa oder blau leuchten die hübschen Holzhäuschen, die charakteristisch für die Karibik sind, in jedem Dorf und entzücken Gäste, die mittels Pauschalreise oder Last Minute-Offerte in die Dominikanische Republik gekommen sind. Die Bauweise geht zurück auf die Bohios der Ureinwohner, die runden Hütten aus Palmenblättern. Verschiedene europäische Architekturstile beherrschen dagegen das Erscheinungsbild der Städte. So finden sich in Santo Domingo sogar noch spätgotische Paläste des 16. Jahrhunderts und Kirchen der isabellinischen Epoche mit massiven Grundmauern und großflächigen Verzierungen. In Puerto Plata gibt es vor allem Bürgerhäuschen aus dem 19. Jahrhundert, deren reiche Zierleisten aus Holz vom aufstrebenden Kaufmannsstand zeugen. In den Stadtzentren sind heute noch Beispiele des Klassizismus, des Jugendstil und des Art Déco erhalten. Wunderschöne Hotels, die sich idyllisch in die Landschaft einfügen, vereinen die karibische Bauweise, etwa bestehend aus kunstvollen Holzgeländern auf Terrassen, Spitzdächern und Zierleisten, mit modernstem Komfort. In Puerto Plato können Urlauber die Überreste der ersten Siedlung von Christoph Kolumbus bestaunen. Der Parque Nacional Arqueológico Histórico La Isabela umfasst neben einem Museum eine Ausgrabungsstätte, die Grundmauern der ersten Kolonialstadt Amerikas und einen Friedhof. Bereits im April 1494 etablierte sich der erste Gemeinderat mit Bartolomé de Colón, einem Bruder Kolumbus', als Bürgermeister an der Spitze. Die schlechte medizinische Versorgung und Auseinandersetzungen mit den Taínos, den Ureinwohnern, führten bereits 2 Jahre später zur Aufgabe des Standortes zu Gunsten der Stadt Nueva Isabela, dem heutigen Santo Domingo. Über dem Río Chavón bei La Romana erhebt sich auf einem Felsplateau der Nachbau einer Kolonialsiedlung des 16. Jahrhunderts. Der 1976 errichtete Ort ist inspiriert durch Robert Copa, dem Filmausstatter von Federico Fellini und Luchino Visconti. Reisende aus aller Welt bewundern die kleinen Lädchen mit Kunstgewerbe, die Kirche, die Bücherei, das Restaurant und das Museum. Ein Freilufttheater dient als populärer Veranstaltungsort. Die New Yorker Parsons School of Design in Altos de Chavón unterhält hier einen Zweitsitz.
Theater/Museen/Feste
Die Hauptstadt Santo Domingo beherbergt eine Reihe von spannenden Museen. Um die Plaza de la Cultura gruppieren sich neben dem beeindruckenden Teatro Nacional 4 prächtige Museen zu den Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Natur. Das Museo de Arte Moderno zeigt mit Malern, wie Eligio Pichardos und José Vela Zanetti zeitgenössische Kunst der Dominikanischen Republik. Die vielschichtige Gesellschaft des Karibikstaates wird im Museo del Hombre Dominicano und ihre bewegte Geschichte im Museo Nacional de Historia dargestellt. Das Museo Nacional de Historia Natural behandelt die unterschiedlichen Ökosysteme des Eilandes. Die Fundación García-Arevalo bringt beeindruckend auch Last Minute-Urlaubern in der Dominikanischen Republik die Taínozeit mit Fundstücken, wie Gefäßen und erotischen Figuren näher. Exponate der berühmtesten Porzellanmanufakturen Europas zeigt das Museo de la Porcelana. In Santiago organisiert das Centro Cultural Eduardo León Jimenes regelmäßige Ausstellungen zu archäologischen Themen und moderner einheimischer Kunst. Eine originelle Sammlung an Karnevalsmasken präsentiert das Museo de Arte Folclórico Tomás Morel. Vor allem in der Karwoche sollten sich auch Bucher von Pauschalreisen in die Dominikanische Republik die Gagá-Feste ansehen. Vornehmlich in den Bateys, den Bezirken der früheren Zuckerrohrschneider, wird die Kombination aus haitianischem Voodoo und katholischer Tradition begangen. Unter der Anleitung der Mambo oder des Hougan, eines weiblichen oder männlichen Zeremonienmeisters, fallen die Teilnehmer begleitet von mitreißenden Trommelrhythmen und Trötentönen in Trance. Höhepunkt des Festjahres ist der Karneval. Am 28. Januar steht ganz Santo Domingo während des schrillen Umzugs auf der Avenida George Washington Kopf. Der 27. Februar ist der Unabhängigkeitstag und beendet gleichzeitig die Karnevalssaison. An diesem Tag locken vor allem La Vega mit spektakulären Teufelsmaskeraden und Montecristi mit den Toros y Civiles, den Stieren und Bürgern. Ende Juli oder Anfang August stellt das Festival de Merengue in Santo Domingo ein weiteres Glanzlicht dar. Die Straßen werden für den Autoverkehr gesperrt, um Platz für Tänzer, Kunstgewerbemärkte, Imbiss-Stände, Spielveranstaltungen und Motorcrossrennen zu bieten. Am 12. Oktober wird offiziell der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gedacht. Höhepunkt ist die Kranzniederlegung in einem Staatsakt am Faro a Colón.
Infrastruktur/Verkehr/Shopping
Als touristisches Schwerpunktland in der Karibik verfügt die Dominkanische Republik über ein gut ausgebautes Straßennetz zwischen den Urlaubszentren. Abseits jedoch werden Geländewagen zur Fortbewegung empfohlen, da die Straßen häufig schwere Schäden durch Überschwemmungen aufweisen. Eine umsichtige Fahrweise ist angezeigt, denn oftmals führt ein Unfall vor allem mit Personenschäden zur Festnahme aller Beteiligten über Nacht. Im Falle eines Zusammenstoßes sollte man die Polizei rufen und die erforderlichen Daten erfassen, jedoch ist die Gefahr der Fahrerflucht hoch, da häufig kein Versicherungsschutz besteht. Die Guaguas, klapprige und überfüllte Nahverkehrsbusse, halten in der Regel an zentralen Parks. Über den Fahrpreis sollte man vorher Erkundigungen einziehen, da er sonst überhöht verlangt wird. Die klimatisierten Fernbusse von Caribe Tours oder Metro ermöglichen komfortables Reisen über weite Strecken. Bahnhöfe mit Kartenvorverkauf finden sich in fast allen größeren Städten. Besondere Vorsicht ist beim Mieten von Motorrädern geboten, da diese oft gestohlen werden. Weil die Versicherung nicht haftet, müssen die Mieter den Wert ersetzen. Die Bucher von Pauschalreisen und Last Minute-Besucher landen in der Dominkanischen Republik auf den internationalen Flughäfen von Santo Domingo, Puerto Plata und Punta Cana. Darüber hinaus bieten die dominikanische Fluggesellschaft Caribair und die von einem deutschen Unternehmer geleitete Takeoff günstige Inlandsflüge an. Bereits an den großen Flughäfen kann man Dominikanische Peso, RD$, oder US-Dollar eintauschen. Viele Leistungen internationaler Unternehmen wie Hotelübernachtungen, Mietwagen, Ausflüge und Taxifahrten werden in US-Dollar berechnet. Ansonsten wechselt jede Bank oder Wechselstube, Casa de Cambio, Geld. Abzuraten ist vom Tausch von Devisen auf der Straße, wie etwa Travellerschecks. Der Handel mit Devisen ist strafbar und die Gefahr des Betrugs besteht darüberhinaus. Einige Geldautomaten gehören dem Maestro-System an und ermöglichen das Ziehen von Bargeld. Die meisten Hotels, Geschäfte und Restaurants akzeptieren Kreditkarten wie Eurocard, MasterCard und VISA. Das Gesetz zur Geldwäsche sieht die Meldepflicht für Bargeld in einer Höhe von 10.000 US-Dollar vor. Sie erfolgt bei der Ein- oder Ausreise auf der Zollerklärung. Zu den Einkaufsattraktionen auf der Dominikanischen Republik gehören Bernstein, Bildbände, Kunst und natürlich Zigarren. Es lohnt sich, die üblichen Preise herauszufinden, da sie sonst ins Unangebrachte steigen. Gemäß dem Washingtoner Artenschutzabkommen dürfen Schmuckstücke und Dekorationsartikel aus schwarzer Koralle, Schildkrötenpanzer und Krokodilleder nicht ausgeführt werden.